1 APRIL 2026
Wenn die alte Domäne in die falschen Hände gerät

Dieser Vertrauensvorschuss wird unter anderem dazu ausgenutzt, um gefälschte Liquidationen vorzutäuschen. Dabei wird beispielsweise behauptet, ein Lager werde endgültig geräumt, um Nutzerinnen und Nutzer zu Vorauszahlungen in Fake-Shops zu verleiten. Zudem kann über die Domäne auch betrügerische Kommunikation betrieben werden, indem ehemalige geschäftliche Kontakte oder Kundinnen und Kunden unter dem bekannten Domänennamen kontaktiert werden. Ebenso ist Phishing möglich, bei dem versucht wird, Login-Daten für Kundenkonten zu erbeuten, indem eine vermeintliche «Systemumstellung» oder «Konto-Aktualisierung» nach einer angeblichen Firmenübernahme vorgetäuscht wird.
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Empfehlungen
- Behandeln Sie eine Domäne wie eine Marke. Auch wenn ein Geschäft aufgelöst wird, sollte die Domäne weitergeführt und entweder auf eine statische Informationsseite (z. B. mit einem Hinweis auf die Geschäftsaufgabe) oder auf die neue Firma umgeleitet werden, mindestens für eine gewisse Zeit.
- Verhindern Sie, dass wichtige Domänen durch administrative Versäumnisse ungewollt frei werden.
- Ändern Sie die hinterlegte E-Mail-Adresse bei allen Konten (Banken, Versicherungen, Social Media, Lieferanten), bevor die dazugehörige Domäne abläuft.
- Entfernen Sie vor der endgültigen Aufgabe einer Domäne alle Verweise auf diese in Newslettern, Signaturen und auf noch aktiven Partnerseiten.
- Seien Sie misstrauisch, wenn eine bekannte Website plötzlich ihr Design oder ihren Inhalt radikal ändert oder zu ungewöhnlichen Zahlungen auffordert – auch wenn die Internetadresse korrekt erscheint.
- Löschen Sie vor dem Ablaufen der Domäne alle verknüpften DNS-Einträge (wie «MX-Records» für E-Mail oder «TXT-Records» für Verifizierungen), um Datenflüsse so gering wie möglich zu halten.