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Der Kampf gegen Cyberkriminelle scheitert an Strukturen aus dem vorletzten Jahrhundert

15 JUNI 2018

Die Digitalisierung verändert die Kriminalität rasant: Verbrecher orientieren sich immer weniger an territorialen Grenzen und agieren extrem schnell. Doch im Polizeibereich dominiert bis heute der alte Kantönligeist.

Sogar auf den zweiten Blick ist der Betrug kaum zu erkennen: Auf verschiedenen Handelsplattformen tauchen im Herbst 2017 Annoncen mit sensationellen Angeboten für Smartphones auf. Alles scheint seriös. Die Inserate sind auf bekannten Websites platziert, sie sind professionell gestaltet und in tadellosem Deutsch formuliert. Es scheint sich um Anbieter mit Sitz in der Schweiz zu handeln, und die Tatsache, dass für die Bezahlung Schweizer Bankverbindungen angegeben werden, räumt scheinbar letzte Zweifel aus. Scharenweise greifen die Käufer zu, zahlen den geforderten Betrag ein – und warten vergeblich auf die Ware. Sie sind einem grossangelegten Schwindel aufgesessen: Die Täter, die im Ausland operieren, legen reihenweise Opfer in zahlreichen Kantonen herein. Rasch zeigt sich, dass dieser Fall keine Aufgabe für einen einzelnen Kanton ist – oder für mehrere Polizeikorps, die unkoordiniert dasselbe tun.

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